Depressionen?

Endogene Depression

 Nach der ursprünglichen Vorstellung erleben Menschen mit der "Diagnose" Endogene Depression folgendes: Eben waren sie voller Heiterkeit, glückstrahlend und voller Optimismus und im nächsten Augenblick zutiefst betrübt und voller Pessimismus; und das ganze ohne jeglichen erkennbaren Grund - außer natürlich dem, daß dieser Mensch die Krankheit Endogene Depression hat.

Doch gibt es immer Gründe für eine kürzere oder längere depressive Periode. Oftmals werden diese Ursachen nicht wahrgenommen, vergessen oder verdrängt. So haben die meisten Menschen in ihrem Leben Traumata erlebt (und verdrängt), oder es reicht ja auch eigentlich schon mit offenen Augen oder Ohren die Welt zu betrachten. Sollten Sie dies machen, können Sie gar nicht anders als eine " endogene Depression " zu entwickeln (angesichts weltweiten Hungerns und Mordens).

 

Reaktive Depression

 Wenn Ihnen unvorhergesehen etwas Schlimmes passiert, s.o., so kommt es nicht selten vor, daß Sie aus Ihrer bisherigen Bahn geworfen werden, sich erst in der neuen Situation zurechtfinden müssen. Oft haben Sie dafür nicht die Zeit, weil z. B. der Arbeitgeber Ihnen nicht die Zeit gibt.

Viele Menschen stürzen dann in einen tiefen Schacht, verlieren den Boden unter den Füssen. Wenn diese Menschen dann nicht allein, oder mit Hilfe von Freunden und/oder Familienmitgliedern sich wieder "aufrappeln" kann es zu dieser reaktiven Depression kommen. D.h., wenn das Ereignis nicht mit der "normalen" Trauer auf-/abgearbeitet werden kann kann eine reaktive Depression entstehen.

Ca. 20 % schaffen es nicht aus dieser Phase des Trauerns herauszukommen, was dann die reaktive Depression entstehen läßt. Viele Menschen wollen auch nicht das Band zum Verstorbenen/Verlorenen lösen, weil sie dann z.B. Schuldgefühle hätten, oder auch weil der Verlorene alles war, was sie hatten. Wird in solchen Fällen keine Psychotherapie o.ä. um die reaktive Depression aufzulösen, kann es schlimm enden, ja sogar zum
Selbstmord kommen.

Stärker quälen Schicksalsschläge Menschen ohne Erfahrung (Seneca).

 

Manische Depression

 Die Manische Depression ist eine Unterkategorie der affektiven Störungen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die Betroffenen sowohl wiederholt depressive Phasen (niedergedrückte Stimmung, verminderter Antrieb, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust, fehlendes Selbstbewusstsein, Selbstvorwürfe, Selbstmordgedanken usw.) als auch -zu anderen Zeiten- manische Phasen (Hochstimmung, stark gehobener Antrieb, Aggression, Reizbarkeit, kein Bedürfnis zu schlafen, Rededrang, meist keine Krankheitseinsicht, meist hemmungsloses und unkritisches Verhalten, gesteigerte Impulsivität und Spontanität, erhöhtes Selbstbewusstsein usw.) entwickeln.

Häufig, aber nicht ausschließlich, treten solche Phasen nach äußeren Anlässen, wie z.B. Streß auf.

Man hat bis heute keine monokausale Ursache für die Manische Depression gefunden und schon gar nicht beweisen können. Zwillings- und Familienforschung deuten daraufhin, daß vielleicht eine kleine Komponente der Entstehung durch Vererbung erklärt werden könnte. Die Pharmaindustrie möchte natürlich glaubhaft machen, daß die Manische Depression zum überwiegenden Teil durch biologische Faktoren zustande kommt. Doch die vorgelegten Studien zeigen nicht unbedingt überwältigende Beweiskraft.

Die Manische Depression kann in jedem Alter entstehen (sich entwickeln). Die Häufigkeit und Dauer der einzelnen Phasen sind sehr unterschiedlich. Meist sind die manischen Phasen etwas kürzer als die depressiven. Mit fortschreitender Dauer werden die depressiven Phasen länger und die manischen kürzer.

Die Manische Depression wird oft allein mit Medikamenten, sogenannten
Neuroleptika, Antidepressiva oder Antiepileptika behandelt. Darauf sollte sich so niemand einlassen. Wenn Medikamente eingesetzt werden, dann sollte auch immer Psychotherapie zum Zuge kommen, um die Manische Depression und ihre Ursachen zu behandeln.

Ca. 1% der Deutschen bekommen die Diagnose Manische Depression im Laufe ihres Lebens.

20.9.09 18:21

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


azrails-erbe / Website (20.9.09 18:31)
Mein eigener Tipp:

Finger weg von dem Medikamenten. Wer zu viel Zeit zum Nachdeneken hat, kann irgendwann mal depressiv werden. Deswegen ein Rat an die jüngere Generation, fängt an zu arbeiten. Zum Beispiel Jungendliche, die ihre Mittlere Reife machen. Macht eine Ausbildung, danach könnt ihr immer noch wieder auf die Schule wie FOS gehen. Klingt jetzt alles ein bisschen speziell, aber bei mir hat es auch funktioniert. Da kann ich ja noch was dazu bloggen

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